Kruger Nationalpark, Südafrika
Südafrika

Unsere Südafrika-Reise mit Aufsafari.de

Afrika war bislang der einzige Kontinent, den wir noch nicht zusammen bereist hatten. Daher war es klar, dass eine unsere nächsten größeren Reisen dorthin führen würde. Und letztendlich suchten wir uns eine Safari in Südafrika als Ziel für unsere Hochzeitsreise aus. Da wir aufgrund der Hochzeitsfeier sowieso sehr viel zu organisieren und vorzubereiten hatten, entschieden wir uns außerdem dafür, die Reise diesmal nicht eigenhändig zu planen, sondern die Organisation in die Hände von Aufsafari.de zu geben. Wir hatten eine wundervolle Hochzeitsreise, von der wir euch im Folgenden berichten werden.

Tag 1 – Transfer zum Kruger-Nationalpark

Wir landeten spät abends in Johannesburg. Daher wurde der Transfer zum Kruger-Nationalpark auf den nächsten Tag verschoben und wir konnten uns erst einmal in einem Hotel vom Flug erholen. Am Morgen wurden wir von einem kleinen Bus am Hotel abgeholt. Wir sind froh, dass wir uns vor dem fünfstündigen Transfer im Hotel entspannen und frisch machen konnten, anstatt direkt vom Flughafen abgeholt zu werden.

Auf der Fahrt bekamen wir bereits einen ersten Eindruck von der Landschaft und der Lebensweise in Südafrika. Wir fuhren durch kleinere Örtchen und hatten teils schöne Ausblicke auf die Natur. Trotzdem waren wir nach der langen Fahrt auch froh, als wir in unserer Lodge ankamen.

Das Nkambeni Safari Camp liegt direkt hinter dem Numbi-Eingang zum Kruger-Nationalpark, sodass es von dort aus möglich ist, auch nach Schließung der Tore noch im Park unterwegs zu sein. Die Behausungen dort sind fest arrangierte Zelte mit normalen Betten und einem eigenen Badezimmer. Etwas Besonderes ist vor allem die Außendusche, in der man sich unter freiem Himmel von der Hitze erfrischen kann.

Nkambeni Safari Camp, Kruger Nationalpark

Wir waren mit dem Camp vollkommen zufrieden, wobei man keinen großen Luxus erwarten darf. Morgens und abends gab es die Mahlzeiten als Buffet mit ausreichender Auswahl. Die Qualität war gut, jedoch nicht überragend. Aber der Fokus lag bei uns ja auch auf dem Safariabenteuer und nicht auf der Unterkunft. Besonders schön waren die Abende, an denen außerhalb des Restaurantbereichs ein Bush Braai mit Lagerfeuer vorbereitet wurde. Toll fanden wir außerdem, dass man von der Lodge aus schon einige Tiere beobachten konnte. Direkt hinter dem Zaun befindet sich ein Wasserloch, in dem zwei Nilpferde leben. Auch ein paar Elefanten kommen zeitweise dorthin, um sich abzukühlen. Am ersten Tag hatten wir das Glück vom Pool aus ziemlich viele Tiere beobachten zu können.

Tag 2 – Bush Walk & der erste Game Drive

Unser Wecker klingelte um 4:30 Uhr, damit wir vor dem Bush Walk noch etwas Zeit zum Frühstücken hatten. Pünktlich standen wir am Treffpunkt bereit und warteten darauf, dass unser erstes Safarierlebnis begann. Zwei Ranger betraten mit uns den Bush direkt hinter dem Camp. Bevor es richtig losging, bekamen wir jedoch noch eine Einweisung dazu, wie wir uns gegenüber den wilden Tieren und in brenzligen Situationen verhalten sollten. Die eindringliche Ansprache ließ unsere Aufregung ein wenig steigen. Würden wir wirklich einem Löwen Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen? Nein, leider – oder vielleicht auch zum Glück – kam es nicht so weit. Wir sahen während des Bush Walk generell nicht so viele Tiere. Nur einige Kudus und Zebras kreuzten unseren Weg. Nicht einmal die im Wasserloch heimischen Nilpferde waren zuhause. Von den Rangern erfuhren wir aber sehr viele interessante Details über die Tiere im Kruger Nationalpark, sodass es trotzdem keinesfalls langweilig war. Der Nervenkitzel blieb allerdings aus. Wir waren aber froh, dass wir so früh losgelaufen waren, da wir einen sehr heißen Tag erwischt hatten. Während des Walks stiegen die Temperaturen von 16°C auf 30°C und im Laufe des Tages auf knapp über 40°C.

Zurück im Camp hatten wir erst einmal Freizeit. Wir fuhren mit einem Fahrer in die Stadt zu einer Mall, um uns für die nächsten Tage mit ausreichend Wasser einzudecken. Am frühen Nachmittag begann dann unser erster Game Drive und mit nur 5 Personen im Wagen konnte jeder außen sitzen und hatte einen guten Blick auf die Tiere.

Wir hatten einen guten Tag erwischt. Es waren viele Tiere im Bush unterwegs und am ersten Tag freut man sich ja auch noch darüber Antilopen zu sehen, bis man feststellt, dass sie überall sind. Unser Ranger machte Witze darüber und meinte: „Wenn man im Kruger Nationalpark ist und keine Antilopen sieht, bekommt man sein Geld zurück.“ Zum Glück sahen wir aber auch noch andere Tiere und der absolute Höhepunkt für diesen Tag waren zwei Elefanten, die einen spielerischen Kampf austrugen. Wir fanden jedoch, dass es eher wie Kuscheln aussah. Wir fuhren in den Sonnenuntergang hinein und hatten am Tagesende immerhin schon mal zwei Mitglieder der Big 5 gesehen, nämlich Elefanten und Wasserbüffel. Der Ranger brachte uns dann zu einem Platz mitten im Park, wo nur für uns ein Bush Braai mit Lagerfeuer und Fackeln beleuchtet aufgebaut war.

Elefanten, Kruger Nationalpark

Tag 3 – Ganztagessafari

Unser Wecker klingelte wieder in den frühen Morgenstunden und wir begriffen, viel Ruhe und Entspannung würden wir hier nicht bekommen. Aber die Freude auf die Tiere vertrieb die Müdigkeit und erleichterte das Aufstehen. Noch vor dem Sonnenaufgang saßen wir wieder im Safari-Jeep und fuhren tiefer in den Park hinein. Unser Ziel für diesen Tag waren die Raubkatzen und daher fuhren wir in die Region Lower Sabie, die als Löwengebiet bekannt ist. Auf dem Weg dorthin sahen wir natürlich auch schon die üblichen Verdächtigen: Antilopen, Zebras, Giraffen, Wasserbüffel und Elefanten. Die kann man eigentlich immer entdecken, wenn man im Park unterwegs ist. Als wir jedoch schon seit mehreren Stunden unterwegs waren und immer noch keinen Löwen entdeckt hatten, verließ uns allmählich die Hoffnung. Wir konnten irgendwie gar nicht einschätzen, wie groß die Wahrscheinlichkeit eigentlich ist, einen Löwen oder Leoparden zu sehen. Doch dann war es endlich so weit. In etwa 10 Meter Entfernung lagen einige Löwen im hohen Gras. Wir freuten uns sehr, aber so richtig viel konnte man von denen eigentlich gar nicht sehen. Aber es wurde noch besser! Am Flussufer machte sich gerade ein Löwenrudel mit mehreren Jungtieren auf den Weg zu einem neuen Platz. Und da hatten wir wirklich Glück, denn so aktiv sieht man Löwen selten. Sie platzierten sich neu auf einem großen Felsen und wir waren begeistert. Die dazugehörigen Männchen lagen weit entfernt vom Familientrubel auf der anderen Flussseite.

Löwenrudel, Kruger Nationalpark

Im weiteren Tagesverlauf sahen wir auch noch ganz kurz einen Leoparden zwischen den Büschen, der allerdings ganz schnell wieder weg war. Und sehr gut versteckt in einiger Entfernung entdeckte unser Ranger auch noch ein Nashorn. Wir konnten nach dieser Ganztagessafari daher schon am zweiten Tag behaupten, die Big 5 gesehen zu haben.

Tag 4 – Panorama-Ausflug in die Drakensberge

An diesem Morgen konnten wir zur Abwechslung mal etwas länger schlafen. Als wir aus unserer Hütte kamen, war es allerdings sehr bewölkt und frisch – für einen Panorama-Ausflug in die Drakensberge natürlich nicht die idealen Wetterbedingungen. In den Bergen hatten sich dichte Nebelschleier gebildet, die die Sicht teilweise beeinträchtigten. Daher sahen wir leider nicht ganz so viel von der schönen Landschaft oben auf dem Highveld der Drakensberge mit Höhen über 2000m. Unser erster Stopp war ein Aussichtspunkt bei den Lisbon Falls. Sowohl der Wasserfall als auch die Landschaft dort, waren wirklich schön und zum Glück trotz Nebel sichtbar. Wir fuhren weiter zu den Bourke’s Luck Potholes. Dabei handelt es sich um ausgewaschene Felsformationen mit kleineren Wasserfällen, die den Beginn des Blyde River Canyon markieren. Für uns war dieser Punkt das Highlight des Ausflugs in die Drakensberge, weil wir hier trotz des nebeligen Wetters eine gute Sicht hatten und sich sogar die Sonne zeigte. Außerdem geben die Felsen und der Canyon ein sehr schönes Bild ab. Im Anschluss hielten wir beim World’s End Lookout mit Blick auf die Three Rondavels und den Blyde River. Bei anderen Wetterbedingungen wäre dies bestimmt der schönste Aussichtspunkt gewesen, aber auch so machte der Ausblick einiges her. Zuletzt fuhren wir zu God’s Window, von wo aus man theoretisch bis zum Kruger Nationalpark gucken könnte. Wir standen allerdings einfach vor einer weißen Wand und haben wirklich gar nichts gesehen. Der Nebel war einfach zu dicht.

Bourke's Luck Potholes, Drakensberge

Tag 5 – Freie Wahl und Sunset Drive

Den nächsten Vormittag konnten wir uns frei gestalten. Es gab die Möglichkeit aus einer Reihe von Aktivitäten auszuwählen oder einfach in der Lodge zu entspannen. Wir entschieden uns dafür noch einen zusätzlichen halbtägigen Game Drive dazu zu buchen, denn dafür waren wir ja schließlich nach Südafrika gereist und wollten so viel Zeit wie möglich im Park verbringen. So starteten wir wieder in den frühen Morgenstunden mit dem Safari-Jeep. Leider hatte sich die Wettersituation vom Vortag nicht verändert. Es war leicht regnerisch und recht kühl und bei diesen Temperaturen verstecken sich die Tiere lieber an windgeschützten Orten. Wir fuhren daher teilweise eine Stunde durch den Park ohne auch nur ein Tier zu sehen – ausgenommen Antilopen, denn die sind immer da. Doch dann hatten wir immerhin noch Glück mit den Nashörnern. Direkt vier schöne Exemplare kreuzten unseren Weg.

Nach einer Mittagspause in der Lodge, ging es um 16 Uhr weiter mit dem Game Drive zum Sonnenuntergang. Der Regen hatte sich verzogen und die Sonne ließ sich mal wieder blicken, sodass wir auch einen sehr schönen Sonnenuntergang während unserer Tour beobachten konnten. Mitten im Bush hielten wir an, um ihn bei einem Gläschen Amarula und ein paar Snacks zu genießen.

Sonnenuntergang, Krüger Nationalpark

Tag 6 – Rehabilitationscenter & Reptiliencenter

Am sechsten Tag stand der Besuch des Moholoholo Wildlife Rehabilitation Centre und des Kinyonga Reptile Center an. Das Rehabilitationscenter kümmert sich um Tiere, die Wilderern zum Opfer gefallen sind oder von Menschen als Haustier aufgezogen wurden und daher nicht mehr ausgewildert werden können. Bei den meisten Tieren wird jedoch versucht, sie gesund zu pflegen und wieder in ihre Freiheit zu entlassen. Wir bekamen eine Führung durch die Anlage und sahen viele Tiere, die man sonst nicht aus der Nähe betrachten kann – von Geiern, über Geparden, Wildhunde, Hyänen, Leoparden und viel mehr. Die Führung war in Ordnung, hat uns aber nicht vom Hocker gerissen. Insbesondere der Guide kam nicht so richtig natürlich und sympathisch rüber. Aber wir schauen uns die Tiere sowieso lieber in der freien Natur an.

Von dem Reptiliencenter versprachen wir uns eigentlich auch nicht so viel und die Anlage war auch ziemlich klein, aber hier wurden wir positiv überrascht. Der Guide war sehr freundlich und berichtete sehr viele interessante Dinge über die verschiedenen Schlangen und anderen Reptilien. Hier haben wir wirklich etwas gelernt und mein spezielles Highlight war es, die Leguane mit einer Hibiskusblüte zu füttern.

Kinyonga Reptiliencenter

Tag 7 – Ganztagessafari

Unser letzter ganztägiger Game Drive sollte nochmal ein ganz besonderes Erlebnis und ein mehr als würdiger Abschluss unseres Safari-Abenteuers werden. Das Wetter war schon morgens perfekt, die Sonne strahlte den ganzen Tag vom Himmel und es war heiß! Aber die Tiere scheinen es zu mögen, denn wir bekamen nochmal die kompletten Big 5 und noch viel mehr zu sehen.

Neben den üblichen Verdächtigen entdeckten wir schon relativ früh ein Nashorn mit einem kleinen Nashorn-Baby im Bush. Ein seltener und äußerst niedlicher Anblick. Und von diesem Moment an jagte ein Highlight das nächste. Nur ein paar hundert Meter weiter, war ein Leopard gerade dabei eine Antilope im Baum zu zerlegen. Das war der Moment, auf den wir die letzten Tage noch gewartet hatten. Außerdem fanden wir ein Löwenrudel im Schatten eines Baumes, der nur etwa 3 Meter von uns entfernt war. Den Löwen war sichtlich heiß und sie waren dabei, eine scheinbar große Mahlzeit zu verdauen. Von dem Anblick der drei Löwenbabys konnte ich mich kaum wieder losreißen. Wenig später liefen uns dann auch noch zwei Strauße über den Weg, sodass uns am Ende eigentlich nur der Gepard in der Sammlung fehlte. Aber gut, man braucht halt auch immer einen Grund nochmal zurückzukehren…

Löwenbaby, Kruger Nationalpark

Tag 8 – Abreise

Normalerweise ist der Tag der Abreise ein trauriger Tag, aber wir konnten uns ja noch auf Mauritius freuen. Wir hatten das Gefühl alles gesehen zu haben, was wir sehen wollten und konnten mit einem guten Gefühl abreisen. Vielleicht kommen wir ja zu einem späteren Zeitpunkt wieder und schauen uns den Kruger Nationalpark zu einer anderen Jahreszeit an, wenn die Natur ein bisschen vielfältiger ist. Alles in allem wird die Safari in Südafrika als unsere Hochzeitsreise für immer ein unvergessliches Erlebnis sein!

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