Yosemite Nationalpark
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Inmitten der Natur im Yosemite Nationalpark

Mehrere Wochen vor unserer Ankunft in den USA bangten wir darum, dem Yosemite Nationalpark überhaupt einen Besuch abstatten zu können. Mitte Juli war das „Ferguson-Feuer“ westlich des Parks ausgebrochen und zerstörte etwa 390 Quadratkilometer Waldfläche. Wegen der starken Rauchentwicklung musste der Park geräumt und für mehrere Wochen gesperrt werden. Einen Tag vor unserem Abflug in die USA dann das Aufatmen. Das Feuer wurde eingedämmt und der Park für Touristen wieder geöffnet. Trotzdem herrschten dort immer noch äußerst schlechte Luftqualität und Sichtbedingungen vor.

Zum Glück hatten wir den Besuch des Yosemite Nationalparks erst gegen Ende unserer Rundreise geplant, sodass die Rauchschwaden bereits verzogen waren als wir dort ankamen. Dem ein oder anderen Waldstück, an dem wir vorbeifuhren, sah man die Zerstörung jedoch deutlich an und teilweise rauchten ein paar der verbrannten Baumstämme noch ein wenig. Die wichtigsten Stellen im Yosemite Valley waren vom Feuer aber glücklicherweise nicht betroffen, sodass wir wie geplant im Housekeeping Camp einchecken konnten. Das Housekeeping Camp ist ein sehr spartanisch aufgebautes und eingerichtetes Camp. Die Hütten, die eine Mischung aus Holzhütte und Zelt darstellen, enthalten lediglich ein Hochbett, ein Einzelbett, ein Schuhregal und einen Spiegel mit Lampe. Ein Vorhang bildet den Ein- und Ausgang der Hütte. Davor befindet sich noch ein überdachter Platz mit einem Tisch, der durch einen Sichtschutz aus Holz abgeschirmt wird, und eine Feuerstelle sowie gegen Bären gesicherte Verstauboxen für Nahrungsmittel. Als wir die Hütten sahen, hätten wir am liebsten unser Zelt aufgeschlagen, denn auf Sauberkeit wird nicht sonderlich viel Wert gelegt. Aber wo wir schon da waren, haben wir uns dann dafür entschieden, die nächsten beiden Nächte in der äußerst gemütlichen Zelthütte zu verbringen.
Das positive an dem Camp ist, dass es wirklich sehr zentral und vor allem sehr schön am Fluss gelegen ist. Am Flussufer ist Sand aufgeschüttet, sodass man ein wenig Strandfeeling bekommt und sich in der Sonne von längeren Wanderungen erholen kann.

Housekeeping Camp, Yosemite Nationalpark

Unser erster Tag: Glacier Point, Sentinel Dome & Yosemite Fall

Nachdem wir uns mit dem Camp vertraut gemacht hatten, steuerten wir als erstes den Glacier Point an. Wir entschieden uns dafür mit dem Auto zu diesem Aussichtspunkt zu fahren, da man für die Wanderung zum Glacier Point ansonsten einen ganzen Tag einplanen müsste. Die Aussicht von dort oben ist unglaublich, wobei wir die durch unsere anschließende zweistündige Wanderung (3,5 km) zum Sentinel Dome noch überbieten konnten.  Auf dem Gipfel angekommen befindet man sich auf einem großen Granitdom, von wo aus man einen grandiosen 360 Grad Blick auf die umliegende Bergwelt hat.

Half Dome, Yosemite Nationalpark

Am Nachmittag hatten wir uns vorgenommen, dem Yosemite Fall einen Besuch abzustatten. Dieser war jedoch komplett ausgetrocknet, sodass wir nicht einschätzen können ob es sich zu einer anderen Jahreszeit lohnt dorthin zu laufen. Der Rundweg dauert allerdings auch nur 30 Minuten und ist auch für ungeübte Wanderer sehr gut geeignet.

Den Rest des Tages verbrachten wir dann noch in der Sonne am Flussufer und natürlich wurde auch die Feuerstelle noch eingeheizt und darauf gegrillt.

Der nächste Tag: Mirror Lake & Vernal Fall

Ein Ranger berichtete uns, wenn man gerne wilde Tiere beobachten möchte, sollte man zum Mirror Lake wandern. Also brachen wir schon früh morgens in der Hoffnung auf, dass die Tiere in der Morgendämmerung etwas aktiver als in der Mittagshitze sind. Wir erhofften uns außerdem einem Bären zu begegnen. Der Mirror Lake Trail (8 km) ist größtenteils sehr naturbelassen. Einen Bären oder andere wilde Tiere bis auf ein Reh sahen wir leider nicht. Einzig die dort ansässigen Fliegenschwärme machten uns das Leben schwer.

Nach einer kurzen Erholungspause zur Mittagszeit stand bei uns noch die Wanderung zum Vernal Fall (3,9 km) auf dem Plan. Die Strecke verläuft bis zum Wasserfall stetig bergauf mit vielen Stufen und Treppen. Aber die Anstrengung lohnt sich auf jeden Fall, denn der Wasserfall ist wirklich schön und wir hatten das Glück einen großen Regenbogen im Sprühregen des herunterfallenden Wassers zu sehen.

Vernal Fall, Yosemite Nationalpark

Zurück im Camp mussten wir uns auch schon auf unsere Abreise am nächsten Morgen vorbereiten. Der Yosemite Nationalpark gehörte definitiv zu den Highlights unserer Reise und sollte bei jedem USA-Reisenden an der Westküste auf dem Plan stehen! Man befindet sich inmitten wunderschöner unberührter Natur bestehend aus Waldgebieten, Bergspitzen, Flüssen und Seen.
Das Housekeeping Camp würden wir jedoch nicht noch einmal buchen, da es uns keinen besseren Komfort als unser Zelt bieten konnte und wir somit auch auf einem Campingplatz für weniger Geld hätten schlafen können.

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