Obstwiese im Capitol Reef Nationalpark
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Obst pflücken im Capitol Reef National Park

Sucht man einen Nationalpark, der auch zur Hauptreisezeit nicht von Touristen überlaufen wird, ist man im Capitol Reef Nationalpark genau richtig. Hier begegnet man auf den Wanderwegen teilweise keiner Menschenseele.

Da es dort für unser Gefühl mal wieder unglaublich heiß war, insbesondere umso weiter wir in die Schluchten der Felsenlandschaften hineinfuhren, haben wir uns für zwei kleinere Wanderwege entschieden. Wir wollten diesmal außerdem die Perspektive wechseln. In den anderen Parks sind wir immer zu hoch gelegenen Aussichtspunkten gewandert, jetzt wollten wir uns die Canyons mal von unten anschauen und so einen besseren Eindruck vom Ausmaß der Schluchten bekommen.

Wir fuhren die Panoramastraße ganz hinunter bis zum Capitol Gorge Trail. Vorher legten wir jedoch einen Stopp bei einer Besonderheit des Nationalparks ein. Und zwar gibt es in der Fruita Gegend riesige, alte Obstgärten, in denen man für wenig Geld selbst Obst pflücken darf. Zu unserer Reisezeit Anfang September waren nur die Pfirsichgärten zum Selberpflücken geöffnet, zu anderen Zeiten ist es jedoch auch möglich Kirschen, Aprikosen, Birnen, Äpfel, Pflaumen, Walnüsse und Mandeln zu ernten. Frisch vom Baum schmeckten die Pfirsiche so viel besser als aus dem Supermarkt in Deutschland und die grüne Wiese mit den Pfirsichbäumen und der roten Felsenkulisse im Hintergrund machte auch optisch einiges her.

Pfirsichbaum im Capitol Reef National Park

Nach unserem Mittagssnack auf der Obstwiese fuhren wir dann also zum Capitol Gorge Trail. Hier noch kurz der Hinweis, dass die letzten 3,8 km auf einer unbefestigten Straße zurückgelegt werden müssen. Wenn man langsam fährt, sollte die Straße jedoch für alle Autos befahrbar sein. Die Straße endet an einem kleinen Picknickplatz, von wo aus dann ein Weg hinein in den Canyon führt. Der Pfad führt entlang eines – im Sommer ausgetrockneten – Flussbettes zwischen zwei steilen Felswänden hindurch. Es gibt keine Steigungen, lediglich nach 1,6 km besteht die Möglichkeit einen der kleineren Felsen zu erklimmen und dort zu „The Tanks“ zu gelangen. Dabei handelt es sich um große Wasserlöcher im Felsboden. Der Weg ist hier zwar nicht zu Ende, allerdings wurde uns empfohlen dort einfach wieder umzudrehen.
Im Anschluss daran sind wir die Panoramastraße bis zum Grand Wash Trail wieder ein Stück hinaufgefahren. Auch hier mussten wieder 2 km unbefestigte Straße zurückgelegt werden. Der Weg bot ähnliche Ansichten wie der bei Captiol Gorge, sodass wir nach relativ kurzer Zeit wieder umgedreht sind. Es war aber auch einfach so heiß!

Grand Wash Trail, Capitol Reef National Park

Unser Fazit ist, dass wir den Park wahrscheinlich nicht noch einmal besuchen würden – zumindest nicht im Sommer. Es war sehr heiß und es war grundsätzlich wieder eine rote Felslandschaft, die wir in den beiden Nationalparks davor auch schon gesehen hatten. Bei niedrigeren Temperaturen könnten die längeren Wanderwege, wie der Navajo Knobs Trail, aber sicherlich sehr schön sein und auch die Obstwiesen stellen ein Highlight des Parks dar.

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