Grand Canyon
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Atemberaubende Aussichten im Grand Canyon National Park

Nach unserer Übernachtung in Kingman sind wir auf unserer Route weiter zum Grand Canyon National Park gefahren. Der Grand Canyon übertrifft durch seine immense Größe alle Vorstellungen. Die Schlucht ist 446 km lang, durchschnittlich 1,6 km tief und 16 km breit. Das Gebiet ist in drei Regionen aufgeteilt: South Rim, North Rim und Inner Canyon. Der wärmere Südrand zieht jährlich die meisten Besucher – so wie auch uns – an.

Grand Canyon National Park

Nach Durchqueren des offiziellen Parkeingangs führt eine Straße direkt zum Visitor Information Center. Dort stehen viele kostenlose Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Wer außerhalb des Parks eine Unterkunft gebucht hat oder nur für einen Tagestrip anreist, kann hier sein Auto abstellen und die gut organisierten Shuttlebusse nutzen, die alle interessanten Anlaufpunkte im Park anfahren. Wir haben uns bereits sehr früh um eine Unterkunft direkt im Nationalpark gekümmert. Dies ist sehr zu empfehlen, da die Unterkünfte außerhalb des Parks meist sehr viel teurer sind. Im Park stehen diverse günstigere Lodges zur Verfügung. Wir haben uns für die Bright Angel Lodge entschieden, die durch ihre Lage direkt am Rim und auch preislich im Vergleich zu den Unterkünften außerhalb nicht zu übertreffen war. Nach Verlassen unseres Zimmers standen wir praktisch direkt am Canyon. Die Zimmer sind zweckmäßig und ausreichend eingerichtet. Die Zimmer haben sogar teilweise eigene Badezimmer.

Tag 1: Rim Trail & Aussichtspunkte

Am Ankunftstag sind wir einen Teil des Rim Trails entlang geschlendert. Der Rim Trail ist 20 km lang und führt fast die ganze Zeit direkt am Canyon entlang. So kann man den Grand Canyon aus allen Perspektiven erleben. Es gibt auch jederzeit Möglichkeiten sich an den Rand des Canyons zu setzen und einen Snack zu sich zu nehmen, während man den unglaublichen Ausblick auf die Schlucht und die einzigartigen Felsformationen genießt. Zusätzlich helfen die Shuttlebusse die teils größeren Entfernungen zwischen den Aussichtspunkten zu überwinden. Es gibt vier Buslinien: die rote Linie verbindet ‚Grand Canyon Village‘ mit dem westlichen Punkt ‚Hermits Rest‘, die orange Linie verbindet ‚Yaki Point‘ im Osten mit dem ‚Geology Museum‘, die blaue Linie verbindet die rote Linie im Westen mit der orangen Linie im Osten und die lila Linie fährt vom Visitor Center in den außerhalb des Parks gelegenen Ort Tusayan. Die Shuttlebusse sollen den Verkehr im Park geringhalten und sind durch ihre gute Anbindung auch eine perfekte Alternative zum Auto. Außerdem sind bestimmte Straßen zwischen März und November für Autos geschlossen und können nur durch die Busse oder zu Fuß erreicht werden. Am Abend sollte man den Sonnenuntergang auf keinen Fall verpassen. Es gibt einige Punkte, an denen der Sonnenauf- bzw. -untergang besonders gut zu sehen ist, da man an diesen Stellen sehr weit in den Canyon hineinblicken kann (z. B. Hopi Point). Generell lohnt es sich aber an allen Stellen des Canyons, das sich durch das Sonnenlicht verändernde Farbenspiel der Felsen anzuschauen.

Sonnenuntergang am Grand Canyon

Tag 2: Helikopterflug & South Kaibab Trail

Unser nächster Tag begann schon sehr früh, da wir uns ebenfalls den Sonnenaufgang ansehen wollten. Hierfür sind wir ein Stück des ‚Bright Angel Trails‘ hinuntergelaufen (Taschenlampe mitnehmen!) und konnten dort ganz alleine den Sonnenaufgang genießen. Der ‚Hopi Point‘ soll von der Sicht her eigentlich besser geeignet sein, dort ist es jedoch deutlich voller und wir mögen lieber verlassenere Stellen.
Am späteren Morgen stand dann noch ein Helikopterflug über den Grand Canyon auf dem Plan. Wir haben uns aufgrund der Bewertungen im Internet für einen Flug mit Maverick Helicopters entschieden. Die Hubschrauber von Maverick sollen moderner als die des stärksten Konkurrenten Papillon sein. Ihr solltet auf jeden Fall danach fragen, ob ihr in der ersten Reihe sitzen dürft. Bei uns hat das ohne Preisaufschlag super funktioniert, sodass wir auf dem Flug die beste Sicht hatten. Der knapp einstündige Helikopterrundflug hat sich trotz der hohen Kosten absolut gelohnt, da man so noch einmal einen viel besseren Eindruck von der imposanten Größe des Grand Canyons bekommt. Dieses Erlebnis werden wir wohl nie vergessen!

Helikopterflug über den Grand CanyonNachdem wir den Canyon dann aus der Vogelperspektive gesehen hatten, wollten wir ihn am Nachmittag noch von unten betrachten. Dafür sind wir den ‚South Kaibab Trail‘ bis zum ‚Ooh Aah Point‘ (knapp 1,5 km) hinunter gewandert. Der Aussichtspunkt macht seinem Namen alle Ehre. Es war auch nochmal sehr interessant die steile Wand des Canyons hinaufzublicken.

 

Aussicht vom Ooh-Aah-Point, Grand Canyon

Fazit

Wir sind einfach begeistert vom Grand Canyon National Park. Der Park überzeugt mit seinen atemberaubenden Aussichtspunkten über die unendlichen Weiten des Canyons. Es ist überall sehr gepflegt und der Besucherstrom wird durch die Shuttlebusse gut organisiert, sodass es nirgendwo zu langen Wartezeiten oder überfüllten Punkten kommt. Die Übernachtung direkt am Rande des Grand Canyons hat es uns ermöglicht, diesen zu allen Tageszeiten erleben zu können. Wir werden definitiv irgendwann einmal zu diesem Ort zurückkehren und dann eventuell auch den Weg ganz hinunter in den Canyon wagen.

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