Aussicht auf das Hollywoodsign
USA

Zwei Tage in Los Angeles

Die „Stadt der Engel“ ist die zweitgrößte Stadt der USA und Hauptsitz der amerikanischen Filmindustrie. Sie gilt als Heimat der „Schönen und Reichen“ und ist daher häufig in unseren Vorstellungen mit Luxus und Glamour verknüpft. In der Stadt warten zahlreiche Sehenswürdigkeiten darauf entdeckt zu werden. Dabei gibt es, im Gegensatz zu manch anderer Stadt, keine Liste mit Dingen, die man auf jeden Fall gesehen haben muss. Vielmehr muss man nach seinen eigenen Interessen entscheiden, welche der Attraktionen auf dem Programm landen. In diesem Beitrag berichten wir von unseren Tagen in Los Angeles, wie wir diese verbracht haben und was uns dabei gefallen hat. Wir hatten zwei ganze Tage Zeit.

Aussicht auf das Hollywoodsign

Flug & Einreise:

Vorab noch ein kurzer Bericht zum Einreiseprozedere in den USA. Da unter der Regierung von Trump die Einreiseregelungen verschärft wurden, hatten wir uns vor unserer Reise diverse Erfahrungsberichte zur Einreise in die USA durchgelesen. Dort war öfter die Rede davon, dass man sich teils ausgiebigen Befragungen durch das Zollpersonal unterziehen muss. Unsere Einreise stellte sich jedoch als total unproblematisch dar. Wir wurden kurz dazu befragt, warum und mit wem wir in die USA einreisen möchten und schon wurde uns die Genehmigung erteilt. Zudem haben wir die Einreise in Rekordzeit hinter uns gebracht. Befürchtet hatten wir lange Warezeiten, jedoch weist der Flughafen enorme Kapazitäten auf. Nicht zuletzt, weil der Großteil der Einreise durch elektronische Terminals erledigt werden kann, ist eine Abfertigung von großen Menschenmassen möglich.

Der Flug mit Lufthansa war ganz in Ordnung, jedoch hat uns die Ausstattung und das Essen auf den Flügen mit Emirates deutlich besser gefallen. Das kann jedoch auch daran liegen, dass wir diesmal nicht mit dem A380 geflogen sind. Der Service auf unserem Flug war aber sehr gut.

Tag 1: Hollywood & Downtown

Hollywood:

Als erstes wollten wir den Ort von Los Angeles besichtigen, den man schon so oft im Fernsehen gesehen hat – der Walk of Fame. Diesen Ort haben wir uns eigentlich sehr glamourös und schick vorgestellt, auch weil erzählt wird, dass man hier auf Stars treffen kann. Allerdings sah es dort ganz anders aus als wir es uns vorgestellt haben.

Walk of Fame

Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, mit der Metro nach Hollywood zu fahren. Zumindest wenn man nicht allzu weit davon entfernt wohnt. Es gibt zwei Stationen der roten Metro Linie, die am Walk of Fame liegen. Wir sind aufgrund einer Metrodurchsage an der Station ‚Hollywood/Vine‘ ausgestiegen. Dort landet man aber nur an einem Ausläufer des Walk of Fame. Wir waren sehr überrascht wie dreckig und hässlich es war. Etwas schöner wird es dann an der anderen Haltestelle ‚Hollywood/Highland‘, in dessen Nähe sich dann auch die berühmteren Sterne befinden. Letztendlich muss man diesen Spot natürlich einmal gesehen haben, aber wirklich schön ist es dort nicht. An der Straße liegen auch viele andere Attraktionen wie Madame Tussauds oder das Hard Rock Café. Wir sind aber direkt weiter nach Downtown bis zur Metrostation ‚7th Street/Metro Center‘ gefahren, weil wir für die Besichtigung ja nur zwei Tage hatten und lieber mehr von der Stadt an sich sehen wollten.

Downtown:

Downtown, was soll man hier groß berichten? Aus unserer Sicht jedenfalls nicht viel Positives. Die Besichtigung begann mit der Suche nach dem Visitor Information Center, das in unseren Karten (sogar in Google Maps) groß eingezeichnet und auch an der Straße in unterschiedliche Richtungen ausgeschildert war. Hier ein Tipp: Es existiert nicht! Wenn doch meldet euch bitte bei uns. Wir haben eine halbe Stunde erfolglos danach gesucht 😉.

Etwas planlos haben wir uns dann Richtung Grand Central Market begeben, der uns als sehenswert beschrieben wurde. Tatsächlich ist ein Besuch sehr zu empfehlen, da es hier authentisches Essen aus allen Ecken der Welt gibt. Die Preise sind sehr unterschiedlich, aber noch im Rahmen (5-20$ pro Hauptgericht). Im Anschluss an diese Stärkung haben wir uns noch die Walt Disney Concert Hall angeschaut, die wegen ihrer besonderen Architektur auffällt.

Skyline Downtown L.A.

Nach dieser einstündigen Tour durch Downtown, hat es uns auch gereicht. Aber klar, wir sind ja bekanntlich nicht so die Städteliebhaber!

Hollywood Hills:

Zur Besichtigung der Hollywood Hills können wir den Mulholland Drive sehr empfehlen. Entlang der Straße bekommt man einen guten Eindruck von den prunkvollen Villen und tolle Aussichten über die Stadt. Auch der berühmte Hollywoodschriftzug ist von einem der Aussichtspunkte gut zu fotografieren. Wir haben insgesamt 8 Aussichtspunkte angefahren, die wir im Folgenden einmal aufgelistet haben.

  1. Hollywood Bowl Overlook – 7036 Mulholland Drive
  2. Universal City Overlook – 7701 Mulholland Drive
  3. Nancy Hoover Pohl Overlook – 8401 Mulholland Drive
  4. Autry Overlook – 8601 Mulholland Drive
  5. Barbara Fine Summit Overlook – 11801 Mulholland Drive
  6. Overlook – 13201 Mulholland Drive
  7. Deep Canyon Overlook – 13801 Mulholland Drive
  8. Stone Canyon Overlook – 13931 Mulholland Drive

Hollywood Hills

Für die Strecke haben wir etwa 1,5 Stunden benötigt. Je nach Verkehr und Verweildauer an den einzelnen Aussichtspunkten kann sich der Zeitrahmen allerdings ändern.

Tag 2 Santa Monica Pier & Venice Beach:

Am zweiten Tag haben wir uns an die Küste von Los Angeles vorgearbeitet. Wir hatten Lust einen Blick auf das Meer zu werfen und dem innerstädtischen Trubel etwas zu entkommen. Dabei sollte man beachten, nicht gerade zur Rush Hour nach Santa Monica oder zurück aufzubrechen. Dabei kann viel Zeit im Stau verloren gehen, da es auf dem Freeway zu diesen Zeiten sehr voll wird.

Santa Monica Pier

Zur Erkundung des Santa Monica Piers und Venice Beach ist es empfehlenswert sich Fahrräder zu leihen (25$ für 4 Stunden). Es gibt eine wunderschöne Fahrradstrecke, die direkt am Strand entlangführt. Wahlweise stehen überall elektrische Roller zur Verfügung, die mit 1 Dollar Einheiten gefüttert werden müssen. Allerdings können nicht alle Teile der Fahrradstrecke mit den Rollern befahren werden (Vorsicht: viele Kontrollen durch die Polizei!).
Dieser Teil von Los Angeles ist auf jeden Fall einen Tagesausflug wert! Der Santa Monica Pier an sich ist sehr voll und touristisch, die Strecke am Ocean Front Walk ist hingegen nicht so überfüllt wie gedacht. An dem kilometerlangen Sandstrand stehen viele Aktivitäten zur Verfügung. Es gibt zahlreiche Volleyballplätze, Skateparks, Surfschulen und Outdoor-Fitnessbereiche. Auch viele Strandbars laden zum Verweilen ein. Einzig negativ sind die widerlichen Sanitäranlagen. Man sollte daher Desinfektionsmittel dabei haben, wenn es nicht sowieso zu Eurer Grundausstattung im Reisegepäck gehört.

Venice Beach

Unterkunft:

Wir hatten uns vorab ein Zimmer im Coral Sands Motel gebucht. Das Motel hat einen schönen Innenhof mit Pool und Whirlpool und einem kleinen Liegebereich. Die Zimmer sind altmodisch, aber sauber und es ist alles da, was man benötigt. Die Rezeption ist 24 Stunden geöffnet und das Personal sehr freundlich. Die Lage und der Preis sind einfach unschlagbar. Eine klare Weiterempfehlung!

Fazit:

Wie fanden wir L.A.? Ein klares „Joa geht so“… Los Angeles ist eine riesige Stadt mit Dimensionen, die man sich nicht vorstellen kann. Viele Menschen, viel Verkehr, viel hässlicher Großstadtflair, aber auch einige schöne Orte. Gar nicht gefallen hat uns Downtown L.A. und das unfassbare Verkehrschaos (nicht nur während der Hauptverkehrszeit). Sehr schön hingegen fanden wir die Hollywood Hills und den Tag am Santa Monica Pier. Der Santa Monica Pier ist zwar sehr touristisch, aufgrund der Weitläufigkeit des Venice Beach hat das allerdings nicht gestört.

Die Stadt wirkt an vielen Stellen nicht auf Touristen ausgerichtet. Schlechte Ausschilderungen und fehlende Informationsstellen haben manch längere Suche verursacht. Hier ist es wichtig auf eigene zusammengetragene Informationen zurückzugreifen.

Tipps Allgemein:

  • Jetlag nutzen, um früh aufzustehen und dem Verkehrschaos aus dem Weg zu gehen. Auch die touristischen Plätze füllten sich erst gegen 11 Uhr.
  • Car Pool Lanes auf dem Highway werden wenig genutzt, da viele Amerikaner alleine unterwegs sind.
  • Malls, Restaurants und Supermärkte sind sehr kalt klimatisiert. Man sollte (gerade wenn draußen über 30 Grad sind) eine Jacke mitnehmen.
  • Jeder große Supermarkt hat eine Art Kundenkarte, mit der man Rabatt auf ausgewiesene Artikel bekommt. Nach dieser Karte sollte man an der Kasse fragen (kostenlos)! Die Preise unterscheiden sich extrem. Besonders die zentrumsnahen, kleinen Supermärkte sind sehr teuer.
  • Zur Rush Hour kann aus einer 20-minütigen Fahrt schon mal schnell eine einstündige werden. Hilfreich ist es dann Internet zu haben, um mit Google Maps den schnellsten Weg zu finden.

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